Stock-Car-Club Trossingen e. V.


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SCCT - Jahreshauptversammlung

Stock-Car-Club auf der Suche nach Namensänderung

Von Ingrid Kohler

 

Trossingen - Der Stock-Car-Club Trossingen kämpft weiter um eine neue Rennstrecke. Den Standort Trossingen hat man zwischenzeitlich "abgehakt". Die überaus großen Anstrengungen für eine neue "Bleibe", könnte eine Änderung innerhalb des Namens "Stock-Car-Club Trossingen" erleichtern.

Der 1. Vorsitzende Horst-Dieter Straub ging in seinem Rückblick ausführlich über die Aktivitäten im Jahr 2012 mit intensiver Suche nach neuem Gelände, dem arbeitsintensiven Rückbau des Renngeländes in der Teufelsgurgel ein (wir hatten hierüber bereits mehrfach berichtet). Er sparte auch nicht mit harten Worten, die er an einige Mitglieder des "heimatlosen" Vereins richtete. Dabei ging es um haltlose Einträge in verschiedenen Foren und Netzwerken mit Vorwürfen "man tue nichts". Straub betonte, dass alle "wichtigen Informationen belegt werden, aber nur auf unserer eigenen Homepage; es wird und es muss weitergehen, aber nur gemeinsam sind wir stark".

Dass der Name "Stock-Car-Club Trossingen e.V." hinderlich ist bei der Suche nach einem neuem Renngelände kommt nicht von ungefähr, denn mit diesem Begriff werde immer "Ihr seid die, die die Autos kaputt fahren" verbunden, und dieses "Kaputtmachen" müsse man unbedingt raus nehmen, so Straub. Einleuchtend für alle anwesenden Mitglieder, doch es löste eine etwas längere Diskussion aus.

Eine Gegenüberstellung und Videos zum Thema "Autocross vs. Stock-Car" können Sie auch hier sehen.. »»

Julius Berthoud, seines Zeichens der Spezialist vom 3-Nationen-Kommitée, der sich mit großem Engagement für den Trossinger Club einsetzt, konnte erstmals die erklärende Antwort abgeben, warum es bei der Gründung am 13. Oktober 1974 zu dieser Namensgebung gekommen ist, obwohl in Trossingen, wie übrigens bei vielen anderen "Stock-Car-Vereinen" auch, nie wirklich "Stockcar gefahren wurde, sondern tatsächlich Auto-Cross. "Der ADAC hatte bis in die 1980er Jahre die Namensrechte auf "Auto-Cross", die nur Vereine führen durften, die im ADAC organisiert waren.

Die Versammlung beauftrage den 1. Vorsitzenden sich nach der Möglichkeit einer Änderung im Namen des Vereins zu erkundigen, der sich dann beispielsweise "Auto-Cross Trossingen" nennen könnte.

Große Mühen hatte sich Julius Berthoud auch gemacht, um dem SCCT die Möglichkeit zu schaffen, noch in dieser Saison ein eigenes Rennen auszutragen. So ist man derzeit darum bemüht über den ADAC eine Lizenz zu erhalten (bisher hat der SCCT ausschließlich lizenzfreie Rennen veranstaltet) um als Veranstalter auf der Strecke in Steinbourg (Frankreich) einen Deutschen Meisterschaftslauf im Auto-Cross ausrichten zu können. In diesem Zusammenhang gab Horst-Dieter Straub bekannt, dass die auf der Homepage veröffentlichten Renntermine des SCC Trossingen im Rahmen des 3-Nationen Cups als "Platzhalter" zu sehen sind. Möglicherweise werde der SCCT auch ein so genanntes "Stoppel-Cross-Rennen" veranstalten können, allerdings erst im Herbst und zwar auf dem Gelände eines Landwirtes in Bösingen.

Bezogen auf den Suchlauf nach einem neuen Gelände liegt aktuell die schriftliche Absage der Firma Liapor in Tuningen vor, ebenso aus Vöhringen-Witterhausen. "Dieses Gelände wäre das idealste gewesen und wir haben erfahren, dass dort jetzt Stock-Car gefahren wird – es geschehen eben seltsame Dinge", so Horst-Dieter Straub.

Auch aus Deißlingen liege eine Absage vor. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und die Aussichten in ferner Zukunft ein passendes Gelände in Sigmaringen zu bekommen stehen nicht schlecht. Doch auch hier wird die Geduld der Vereinsvorsitzenden, die sich mit einem Engagement, das seinesgleichen sucht, für eine neue Rennstrecke einsetzen, auf eine harte und vermutlich lange Probe gestellt.

"Wir sind seit Sommer 2012 bei verschiedenen Veranstaltungen in Sigmaringen präsent, haben uns vor einer Woche bei der Freien Wähler Fraktion vorgestellt und sind auf offene Ohren gestoßen und werden uns im April in Sigmaringen der Öffentlichkeit, Gewerbetreibenden und den Politikern präsentieren", so Straub, der erklärte, er tue dies alles wirklich gerne, aber an die Mitglieder appellierte "ein wenig Unterstützung täte gut". "Wir stehen dafür, dass wir dieses Jahr noch irgend etwas bewegen und arbeiten mit absolutem Nachdruck daran – der SCCT ist nicht tot", betonte der 1. Vorsitzende abschließend.

Statt entsprechender Einnahmen bei den Rennen wie mehr als drei Jahrzehnte zuvor, berichtete Kassiererin Heidi Schmidt von Ausgaben für den Rückbau des Renngeländes in der Teufelsgurgel, die dennoch durch hohe Eigenleistungen so niedrig wie möglich gehalten werden konnten. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Garagen, Schrott und nicht zuletzt die mit der Stadt Trossingen vereinbarte Zahlung in Höhe von 32.000 Euro für das Sanitärgebäude, die zeitnah nach Räumung des Geländes zum 30. Juni 2012 geflossen sind, seien nun für spätere Zeiten angelegt worden.

Die Versammlung erteilte der Vorstandschaft auf Antrag von Stefan Nolden die Entlastung.

 

In der nachfolgenden Wahl wurden für zwei weitere Jahre wiedergewählt: Armin Kapp (Pressewart); Norbert Graf (Geländewart); Martin Neipp (Streckenwart); Marc Honold (Inventarbetreuung); Axel Leimkühler (Zuschauersicherung); Claudia Nolden und Sandra Schmidt (Zeitnahme); Günter Reichmann (Rennleiter).

 

Der Verein hatte keine Rennstrecke, dennoch wurden die Clubmeister 2012 bei drei Rennen in Albbruck und zwei Mal in Neuenburg ermittelt. Stefan Nolden, der seit fast zwei Jahrzehnten als Streckensprecher die Rennen begleitet, überreichte die Pokale.

Platz 1 Michael Hägele (140 Punkte); 2. Rainer Kroll (136); 3. Markus Scheuch (126); 4. Georg Hägele (122); 5. Marc Honold (112); 6. Ingo Trescher (107); 7. Jan Trescher (104); 8. Hans-Jörg Mauthe (82); 9. Volker Schwald (56) und 10. Christian Hägele (Jugendklasse).

Auch Jubilare galt es zu ehren. Die Urkunde für zehn Jahre Mitgliedschaft im Stock-Car-Club Trossingen e.V. erhielten Klaus Bruder, Torben Kapp, Jürgen van Breese, Jan Trescher, Horst-Dieter Straub und Heinz Schmidt.

20 Jahre Mitglied sind: Klaus Loes und Renate Keller.

Für 30-jährige Mitgliedschaft wurde Werner Behm geehrt.

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