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Ein Mal mehr standen auch wieder die
Eigenbau-Fahrzeuge im Mittelpunkt der Veranstaltung
Die spektakulären
Gitterrohr-Konstruktionen ließen es wieder so richtig fliegen in der
Teufelsgurgel, wobei besonders aus Trossinger Sicht Uwe Sperling
überzeugen konnte und auf einen vierten Platz vor der Schweizer
Konkurrenz kam. Sperlings Porsche war ja schon aus dem Vorbericht zur
Veranstaltung bekannt und wurde der „Local-Hero“-Rolle gerecht!
A propos „Local Hero“:
Einer, der es ja absolut nicht lassen kann, ist der schon legendäre
Bernhard „Paule“ Gehl! Das Urgestein aus der Käfer-Szene hat sich wieder
einmal einen neuen VW-Käfer aufgebaut und wie es sich für den „Paule“
gehört, achtet man auch auf die Optik: In fast schon klassisch
anmutendem grau auf schwarz präsentierte sich Gehl`s neuer Renner, mit
dem Paule auch gleich auf den ersten Rang kam! Das Kuriose an der
Geschichte ist die Tatsache, dass es sich beim zweitplatzierten Fahrzeug
um Gehl`s ehemaligen Rennwagen handelte – und ein weiterer grüner Käfer
ist schon seit zwei Jahrzehnten in dieser Klasse unterwegs. Dreimal
dürfen Sie raten, wer auf diesem Fahrzeug reihenweise Pokale sammelte.
International
hochinteressant und sehr spannend verlief der Lauf der
Klasse 8/1
Die Allrad- Abarth-Fahrzeuge sorgten mit Abflug und Überschlag für reichlich Action
und der sauber ausgefochtene Fight zwischen dem Österreicher Thomas Stöby und dem Hilzinger Michael Hägele endete mit einem Pokalsieg ins
Alpenland: Stöby (A-Dornbirn) konnte seine hauchdünne Führung von einer
halben Fahrzeuglänge bis ins Ziel halten. Im Saab, um den Saab und um
den Saab herum gibt es im Auto-Cross-Sport nur einen Namen: Senteler.
Dieser Urbegriff scheint nunmehr auch in der zweiten Generation die
Pokale reihenweise abzuräumen. Lars Senteler aus der Schweiz macht es
seinem Vater Kurt nach und siegt auf dem alten Saab 900 Turbo. Auch
privat ist Lars Senteler mit einem alten Schweden der Flugzeugbau-Firma
unterwegs: Sein 900 Turbo ist mit Anhängerkupplung ausgerüstet und zieht
die „alte Siegesmaschine“ von Rennen zu Rennen.
Einen kuriosen
Auftritt hatte auch „Vater“ Kroll: Der „Herr des Handicap-Laufs“ (so
benannt, da er für die komplizierte Startprozedur verantwortlich ist)
setzte sich als „Verkaufsfahrer“ mal eben zu Vorführzwecken ans Steuer
des gelben PILA-Käfers, den er im Auftrag verkaufen soll, und heizte so
richtig ein: Zusammen mit Wolfgang Kropf und dem 500er-Käfer sorgte er
für Stimmung auf den Rängen, bei der allerdings Kropf als Sieger
hervorging. Kroll landete auf einem zweiten Platz – wie sein Sohn – und
zeigte deutlich, dass er von seiner fahrerischen Klasse nichts verlernt
hat.
Enttäuschend verlief
der Start der Klasse sechs: Die ansonsten beim Publikum äußerst
beliebten Serien-Abarths bis 1600 Kubik sind auf nur noch vier Fahrzeuge
zusammen geschrumpft. Da kam Harald Steinert`s neu aufgebauter Golf gar
nicht richtig zur Geltung, mit dem er sensationell klar gewann.
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